Rollstuhltrampolin
Rollstuhltrampolin - inklusiver Bewegungsspass für alle
Rollstuhltrampolin-Kaufberatung: So finden Sie das richtige Rollstuhltrampolin für Ihre Einrichtung
Rollstuhltrampoline eröffnen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen neue Möglichkeiten für Bewegung, Therapie und gemeinsamen Spielspass – sicher, barrierefrei und inklusiv. Sie eignen sich ideal für Schulen, Fördereinrichtungen, Therapiezentren und Vereine. In dieser Kaufberatung zeigen wir Ihnen, worauf Sie beim Kauf eines Rollstuhltrampolins achten sollten und welches das richtige Trampolin für Ihre Einrichtung ist.- Was ist ein rollstuhlgerechtes Trampolin?
- Was für Anforderungen stellt das an die Konstruktion?
- Worauf muss ich bei einem Rollstuhl-Trampolin achten?
Was ist ein rollstuhlgerechtes Trampolin?
Ein rollstuhlgerechtes Trampolin ist ein speziell entwickeltes Trampolin, das Menschen im Rollstuhl bzw. mit eingeschränkter Mobilität die sichere und barrierefreie Nutzung ermöglicht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Trampolinen unterscheiden sich diese Modelle insbesondere durch ihre ebenerdige Bauweise und die Integration von Rampen. Ziel ist die vollständige Inklusion. Rollstuhlfahrer:innen sollen gleichberechtigt und ohne fremde Hilfe am Springspass und an therapeutischen Übungen teilhaben können.
Welche Anforderungen stellt die Bauweise an die Konstruktion?
Die Konstruktion berücksichtigt dabei sowohl sicherheitstechnische als auch ergonomische Aspekte. Typisch sind eine verstärkte, stabile Sprungfläche, die dem Gewicht und den Belastungspunkten eines Rollstuhls standhält, abgeschrägte Zufahrten (“Rampen”) und seitliche Absturzsicherungen. So wird eine selbstständige Anfahrt, Nutzung und das gefahrlose Verlassen des Trampolins ermöglicht.++ Normative Anforderungen
Rollstuhlgerechte Trampoline für öffentliche Bereiche müssen 2 zentrale Vorgaben erfüllen:
- DIN EN 1176-1 („Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren“), welche die sicherheitsrelevanten Vorgaben für Spielplatztrampoline regeln.
- DIN 18040-1 („Barrierefreies Bauen – öffentlich zugängliche Gebäude“), die insbesondere Vorgaben zur Zugänglichkeit, zur Steigung und Ausführung von Rampen, Handläufen und Bewegungsflächen macht.
Worauf muss ich bei einem Rollstuhl-Trampolin achten?
Bei einem Rollstuhl-Trampolin sollten Sie besonders auf eine barrierefreie Auffahrt, ausreichend grosse und belastbare Sprungfläche, hohe Kippsicherheit, rutschfeste Oberflächen, geprüfte Sicherheitsnormen sowie eine zur Zielgruppe passende Nutzung (Therapie, Schule, Verein) achten.
++ Barrierefreie Zugänglichkeit
Ein wesentliches Kriterium ist die schwellenlose, bequeme und sichere Erreichbarkeit der Sprungfläche. Das erfordert in der Regel, dass das Trampolin ebenerdig eingebaut wird. Die Zulauframpe muss laut DIN 18040 eine max. Steigung von 6 % haben und mit stabilen, gut greifbaren Handläufen ausgestattet sein. Am Anfang und Ende der Rampe müssen Bewegungsflächen von mind. 150x150 cm vorhanden sein, um das Wenden zu ermöglichen. Radabweiser von mind. 10 cm Höhe verhindern das Abrutschen vom Rand. (siehe Anhang, DIN 18040-1)
++ Sicherheit und Stabilität der Sprungfläche
Die Sprungmatte muss belastbar genug sein, um Rollstühle samt Nutzungsgewicht sicher zu tragen. Spezielle technische Lösungen (z. B. verstärkte Federn, verstärkter Rahmen) sind notwendig, da sich der Belastungspunkt und das Gesamtgewicht stark unterscheiden können. Die Oberfläche sollte rutschhemmend und ggf. weich gepolstert sein, um Sturzgefahren zu minimieren.
++ Absturzsicherung und Schutzmassnahmen
Der Übergang von der Rampe auf das Trampolin muss so gestaltet sein, dass ein unbeabsichtigtes Abrutschen oder Umkippen des Rollstuhls verhindert wird. Häufig kommen abgeschrägte Fallschutzplatten und seitliche Radabweiser zum Einsatz. Für öffentliche Bereiche gilt grundsätzlich die Pflicht, alle Verletzungsrisiken auf ein Minimum zu reduzieren (DIN EN 1176-1).
++ Wartung und Hygiene
Die besonders robuste Bauweise für den dauerhaften Ausseneinsatz sowie leicht zu reinigende Oberflächen sind wichtig, da die Sprungmatten regelmässigem Kontakt mit Rollstuhlreifen, Strassenschmutz und anderen Verunreinigungen ausgesetzt sind.
++ Nutzer:innenbetreuung und Anwendungsvielfalt
Für therapeutische Einsätze sollte das Trampolin so konzipiert sein, dass sowohl Einzel- als auch Gruppenübungen möglich sind. Begleitpersonen müssen ausreichend Platz finden. Inklusionskonzepte fordern zudem, dass nicht nur Rollstuhlfahrende, sondern grundsätzlich alle Nutzer:innengruppen gemeinsam das Gerät verwenden können.
Ob Schulhof, Vereinsgelände oder öffentliche Spielplätze: Rollstuhlgerechte Trampoline für inklusive Aussengelände und andere inklusive Spielplatzgeräte finden Sie im Sport-Thieme Online-Shop.
Sie haben konkrete Fragen zum Einbau eines Rollstuhltrampolins auf Ihrem Spielplatz? Kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Unsere Spielplatz-Expert:innen rufen Sie zum gewünschten Zeitpunkt in einem Video-Call zurück.