Turnringe
Turnringe für Indoor- und Outdoor-Training
Turnringe-Kaufberatung: So finden Sie die passenden Turnringe für Schulsport, Vereinstraining und Outdoor-Fitness
Turnringe eignen sich hervorragend für Stütz-, Schwung-, Halte- und Kraftübungen und sind bei Kindern, Gerätturner:innen und Fans des funktionellen Fitnesstrainings gleichermassen beliebt. werden. Doch nicht jeder Ringtyp passt zu jedem Einsatz. Deshalb sollte die Auswahl immer zum Trainingsziel und zur Aufhängungssituation passen. In dieser Kaufberatung erfahren Sie, worauf es beim Kauf von Turnringen ankommt.
- Einsatzbereich und Verwendungszweck
- Wie befestige ich Turnringe?
- Welches Ringmaterial gibt es?
- Welchen Durchmesser sollten Turnringe haben?
- Wie weit sollen Turnringe auseinander sein?
- Wieviel Platz braucht man für Turnringe inkl. Fallschutz?
- Sicherheit, Normen und Zertifizierung
1. Einsatzbereich und Verwendungszweck
Vor dem Kauf sollte klar sein, wie die Turnringe genutzt werden sollen. In Schule und Verein stehen oft andere Anforderungen im Vordergrund als bei frei aufgehängten Trainingsringen für den Fitnessbereich.
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Einsatzbereich |
Typische Nutzung |
Trainingsziel/Nutzen |
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Schulsport |
Schwingen, Stützen, Hangeln, einfache Turnelemente |
Förderung von Kraft, Koordination, Körperspannung und Mut |
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Vereinssport/Gerätturnen |
Kraftübungen, Haltepositionen, Schwünge, turnerische Elemente |
Aufbau von Oberkörperkraft, Stabilität und Technik |
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Functional Training |
Klimmzüge, Dips, Rudern, Liegestütze, Core-Übungen |
Ganzkörpertraining mit hohem Anspruch an Stabilität und Tiefenmuskulatur |
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Therapie/Rehabilitation |
Unterstützte Zug- und Stützübungen, Mobilisation, Koordinationsaufgaben |
Verbesserung von Beweglichkeit, Stabilität und funktioneller Kraft |
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Kinderturnen |
Hängen, Schwingen, spielerische Bewegungslandschaften |
Förderung von Gleichgewicht, Griffkraft und Bewegungserfahrung |
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Outdoor-Fitness/Calisthenics |
Muscle-ups, Front Lever, Ring Dips, Support Holds |
Ganzkörpertraining im Aussenbereich |
2. Wie befestige ich Turnringe?
Die Turnringe-Aufhängung ist eines der wichtigsten Kaufkriterien. Denn selbst hochwertige Ringe sind nur dann sinnvoll einsetzbar, wenn die Befestigung zur Nutzung und Tragkonstruktion passt. Das kann z. B. eine Deckenaufhängung, ein geeignetes Trägersystem oder ein spezielles Gestell für Turnringe sein. Massgeblich sind immer die baulichen Gegebenheiten und die Angaben der Herstellenden.Wie befestigt man Turnringe an der Decke?
Die Befestigung an der Decke darf nur an tragfähigen Punkten und mit einer dafür geeigneten Aufhängung erfolgen. Vor allem in Schulen und Turnhallen sollte die Montage fachgerecht geplant und ausgeführt werden. Wichtige Punkte bei der Aufhängung sind eine tragfähige Decke oder Unterkonstruktion, das passende Aufhängungssystem und sofern erforderlich eine sichere Verstellbarkeit mit stabilen Verbindungselementen.
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Aufhängungsart |
Typische Vorteile |
Worauf achten? |
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feste Deckenaufhängung |
dauerhaft, klar definiert, oft für Turnhallen geeignet |
Tragfähigkeit, fachgerechte Montage, Wartung |
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Aufhängung an Tragkonstruktion |
flexibel je nach Hallensystem |
passende Einbindung in die vorhandene Struktur |
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Gestell für Turnringe |
unabhängiger von Deckenpunkten |
Platzbedarf, Standfestigkeit, Einsatzbereich |
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mobile oder freie Trainingsaufhängung |
variabel im funktionellen Bereich |
nicht automatisch für klassischen Turnbetrieb geeignet |
3. Welches Ringmaterial gibt es?
Das Material beeinflusst Griffgefühl, Haltbarkeit und Einsatzbereich. Es gibt Turnringe aus Holz, aus Kunststoff- oder Verbundmaterialien sowie spezielle Trainingsringe aus Kunststoff für den Fitness- oder Outdoor-Bereich.
- Für das klassische Gerätturnen eignen sich vor allem Turnringe aus Holz bzw. Schichtholz. In diesem Bereich sind Holzringe besonders verbreitet, weil diese eine griffige Haptik bieten und im Turnsport als klassische Ausführung gelten. Auch der im gymnastischen Bereich übliche Ringdurchmesser von 28 mm ist eng mit diesem Einsatz verbunden.
- Im Kinderturnen kommen sowohl Holzringe als auch Modelle aus Kunststoff oder Gummi infrage. Holz passt gut, wenn Kinder an klassische Bewegungsformen wie Hängen, Schwingen oder erste Stützübungen herangeführt werden. Für jüngere Kinder oder besonders spielerische Anwendungen werden jedoch auch weichere und hautfreundlichere Materialien wie Kunststoff oder Gummi eingesetzt.
- Für funktionelles Training ist Holz meist die passende Wahl. Der Grund liegt vor allem im Griffgefühl. Holz wird von mehreren Anbietenden als angenehm, griffig und schweissabsorbierend beschrieben. Dadurch eignet es sich gut für Übungen wie Rudern, Dips, Liegestütze oder Zugbewegungen mit hoher Stabilisationsanforderung. Wenn die Ringe zusätzlich draußen genutzt oder besonders pflegeleicht sein sollen, kann auch ABS-Kunststoff sinnvoll sein. Im Functional-Fitness-Bereich werden außerdem häufig 32-mm-Ringe bevorzugt, weil sie bei Druckübungen eine größere Auflagefläche bieten.
- Bei Outdoor-Turnringen ist ABS-Kunststoff besonders passend, wenn die Ringe dauerhaft oder regelmässig im Freien bleiben sollen. ABS wird als wetterbeständig beschrieben und ist deshalb für Regen, Feuchtigkeit und wechselnde Bedingungen praktischer als Holz. Bei fest installierten Outdoor-Lösungen kann auch Edelstahl oder Metall sinnvoll sein – vor allem wenn Robustheit und Witterungsbeständigkeit im Vordergrund stehen. Holzringe sind zwar ebenfalls draußen nutzbar, sollten aber trocken gelagert und nach Kontakt mit Feuchtigkeit abgetrocknet werden.
- Für Calisthenics-Turnringe wird in der Praxis sehr häufig Holz gewählt. Holzringe bieten ein natürliches Griffgefühl, gute Kontrolle und zuverlässigen Halt, auch wenn die Hände beim Training feucht werden. Deshalb werden sie besonders für Technikübungen, statische Positionen und anspruchsvolle Bewegungen geschätzt. Wer die Ringe dagegen dauerhaft draussen einsetzen möchte, fährt mit ABS-Kunststoff meist besser. Beim Durchmesser sind 28 mm nah am klassischen Turnstandard, während 32 mm je nach Trainingsstil und persönlichem Griffgefühl ebenfalls sinnvoll sein können.
4. Welchen Durchmesser sollten Turnringe haben?
Mit Durchmesser ist bei Turnringen oft die Griffstärke gemeint. Diese hängt vom Einsatzbereich und vom vorgesehenen Nutzer:innenkreis ab. Hier haben sich vor allem 28 mm und 32 mm etabliert. 28 mm gelten als Standard im gymnastischen Bereich und werden häufig für klassisches Turnen sowie für viele Calisthenics-Anwendungen empfohlen, weil sich der Ring gut umgreifen lässt und ein hohes Mass an Kontrolle bietet. 32 mm sind etwas dicker und werden besonders im Functional-Fitness- und Kraftbereich geschätzt, da sie eine grössere Auflagefläche bieten und für größere Hände oft angenehmer sind. In jedem Fall sollte das Griffgefühl sicher und kontrollierbar sein.
5. Wie weit sollen Turnringe auseinander sein?
Der Abstand der Turnringe sollte zum Turnbetrieb und zur Aufhängung passen. Er richtet sich nach dem System, den technischen Anforderungen und dem vorgesehenen Einsatzbereich. Im geregelten Turnbetrieb und bei Wettkämpfen ist ein Abstand von 50 cm zwischen den Turnringen erforderlich. Dieser Abstand ist im Kunstturnen der Standard für die beiden Ringe.6. Wieviel Platz braucht man für Turnringe inkl. Fallschutz?
Turnringe benötigen nicht nur Platz nach unten, sondern auch ausreichend Bewegungs- und Sicherheitsraum rund um die Aufhängung. Gerade bei Schwung- und Stützbewegungen ist ein sicherer Freiraum unerlässlich. In Mehrzweckhallen sollte deshalb genau geprüft werden, ob die Turnringe sinnvoll in das bestehende Hallenkonzept integriert werden können. Entscheidend sind dabei:
- Hallenhöhe
- Abstand zu Wänden und anderen Geräten
- Platz für Schwungbewegungen
- Matten- und Fallschutzbereich
- freie Wege im Hallenraum
Zur sicheren Nutzung gehören auch der Fallschutz und eine passende Mattenlösung. Beim Vor- und Rückschaukeln muss der Fallraum mit geeigneten Matten ausgelegt werden. Bei seitlichem Schwingen oder Kreiseln kann ein grösserer Sicherheitsbereich notwendig werden. Für den Schulsport nennt die Unfallkasse als Empfehlung einen hindernisfreien Bereich von 18x4x5,5 m sowie definierte Sicherheitsabstände ab der Seilachse. Ohne geeigneten Fallschutz sollte keine Nutzung erfolgen. Je nach Einsatzbereich können Turnmatten, Niedersprungmatten oder größere Mattenflächen sinnvoll oder erforderlich sein.
7. Sicherheit, Normen und Zertifizierung
Für Ringturnen in Schule und Verein sind vor allem DIN EN 913 als allgemeine Sicherheitsnorm, DIN EN 12655 als spezielle Norm für Ringeeinrichtungen sowie die DGUV-Hinweise für Nutzung, Matten, Fallraum und Prüfungen relevant. GS oder TÜV-Prüfungen sind wichtige Sicherheitsnachweise, aber nicht dasselbe wie die FIG-Zertifizierung, die speziell für offizielle Wettkämpfe entscheidend ist. Bei öffentlich zugänglichen Outdoor-Anlagen kommen zusätzlich DIN EN 16630 oder DIN EN 1176 ins Spiel. Achten Sie vor dem Kauf auf die Angaben der Herstellenden in unseren Produkttexten.
Für Schulen und Vereine ist meist nicht die spektakulärste, sondern die praxistauglichste Lösung die beste: sicheres Ringmaterial, passende Aufhängung, ausreichend Platz und ein gut abgestimmter Fallschutz. Ob Kinderturnen, Schulsport, Vereinstraining, Wettkampf oder Fitness: Die passenden Turnringe kaufen Sie online bei Sport-Thieme. Sie haben Fragen zu speziellen Turnringen oder möchten Ihre Turnhalle passend ausstatten? Dann kontaktieren Sie uns gern per Telefon oder schicken Sie uns eine Mail über unser Kontaktformular.